Bio-Jeans in der KTV-Rostock, warum denn das? | Oikos

Bio-Jeans in der KTV-Rostock, warum denn das?

Dass die Textilproduktion eine der schlimmsten Umweltsünderinnen ist, ist ja ein offenes Geheimnis. An dessen Veröffentlichung haben die großen Modekonzerne natürlich kein besonderes Interesse, weil sich mit schlechten Nachrichten in einer Branche in der alles auf den schönen Schein, Glamour und Prestige ausgerichtet ist, kein Geld verdienen lässt.

Wir möchten euch mit diesem Artikel einen groben Überblick über die derzeitig "konventionellen" Produktionsbedingungen verschaffen und würden uns riesig freuen, einen Beitrag zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit in unserem Konsumverhalten leisten zu können. 

Allein im Im Jahr 2015 produzierte die Modeindustrie 1,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Das ist mehr als die komplette Seeschifffahrt und internationalen Flüge zusammen.

Besonders problematisch ist die Produktion der Deutschen liebsten Kleidunsstück - der klassischen Blue-Jeans. Das beginnt schon beim Anbau der dafür gebrauchten Baumwolle. Kunstdünger, Pestizide und andere Umweltgifte kommen hier häufig in rauen Mengen zum Einsatz, um die Ernte voranzutreiben. So landen 10 Prozent der jährlich verwendeten Pestizide auf Baumwollfeldern.[1]

Auch beim Veredeln der Jeans wird nicht mit Chemikalien gespart. Um den Stoff zu färben oder ihm beispielsweise den coolen Used-Look zu verpassen, landen so einige Giftstoffe in den Hosen. Nach dem Prozess werden diese Chemikalien ungefiltert in die Umwelt abgeleitet und landen im Grundwasser. Beim Erzeugen des Used-Looks durch Sandstrahlen (Stonewashing) kann der  austretende Staub bei ungeschützten Arbeiter*innen zur tödlichen Silikose („Staublunge“) führen.[1][2] Oft gib es in den Fabriken zwar einfache Masken, diese werden aber bei schwerer körperlicher Arbeit in brütender Hitze meist nicht oder nicht richtig getragen. Viele  ArbeiterInnen sind dann bereits mit Mitte 30 arbeitsunfähig und sterben meist wenige Jahre später einen qualvollen Tod.[3]

Die meisten Bio-Jeans-Marken gehen deshalb weiter, als „nur“ Bio-Baumwolle zu verwenden: Sie entwickeln zum Beispiel wasser- und energiesparende Produktionsmethoden, ersetzen giftige Chemikalien durch umwelt- und gesundheitsschonendere Substanzen, verzichten auf das Sandstrahlen der Jeans, etablieren effektive Arbeitsschutzmaßnahmen, zahlen den Arbeiter*innen faire Löhne oder lassen innerhalb von Europa produzieren.[2]

 

 

Hier verlinken wir euch unsere fairen Bio-Jeans Label und würden uns freuen, euch möglichst bald lokal in unserem Fach-Geschäft im Barnstorfer Weg beraten zu dürfen. 

 

 

Quellennachweise:

[1] https://www.nachhaltigleben.ch/mode/bio-jeans-warum-sie-so-viel-besser-ist-3929

[2] https://utopia.de/ratgeber/bio-jeans-empfehlenswerte-labels/

[3] https://peppermynta.de/guides/fair-fashion-jeans-bio-denim/

[Videolink] https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/der-preis-der-blue-jeans-102.html

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